Verarbeitung

Unsere Produkte werden überwiegend von Hand graviert und danach auf modernen und leistungsfähigen Maschinen geprägt. Anschließend können die Produkte je nach Auftrag und Kundenwunsch von unseren spezialisierten Fachkräften veredelt und weiterverarbeitet werden (z.B. Löt- und Montagearbeiten oder Polierung).

Zu den Techniken der Veredelung zählen:

DMM - 1. Dresdner Medaillenmünze

Vergolden

Bei der galvanischen Kontaktvergoldung wird das mit einem Aluminiumdraht umwickelte zu vergoldende Stück in eine heiße Lösung von Goldcyanid gehängt. Es entwickelt sich ein galvanischer Strom, durch den sich das Gold auf dem eingehängten Stück niederschlägt. Die Feuervergoldung ist eine sehr haltbare, aber relativ teure Methode, die unter Verwendung von Goldamalgam (Blattgold und Quecksilber) vorgenommen wird. Durch Erhitzen des auf dem zu vergoldenden Stück verriebenen Amalgam verdampft das Quecksilber. Weiterhin kann das Vergolden auch durch Elektrolyse in einer Goldlösung erfolgen. Einfaches Unterscheidungsmerkmal zu Werkstücken aus echtem Gold ist der hier fehlende Stempel (Punze) mit der Angabe des Feingehalts (z.B. 999 oder 750).

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Versilbern

Das Versilbern von Medaillen und Prägeartikeln erfolgt ähnlich dem Verfahren des Vergoldens: Bei der Feuerversilberung verwendet man Feinsilberblech, bei der Kontaktversilberung Kaliumsilbercyanid und bei der Elektrolyse Silbersalzlösungen. Ebenso wie bei der Vergoldung darf der Feingehalt der Silberauflage nicht punziert werden.

Emaillieren

Durch Emaillierung können Orden, Medaillen und Abzeichen mit verschiedenen Farben verziert werden. Das Verfahren war besonders in der Zeit der Spätrenaissance und im Frühbarock beliebt. Auch heute wird es für hochwertige Stücke angewendet. Per Handarbeit wird eine Mischung aus Wasser und Farbpartikeln aufgetragen und in einem Brennofen bei 800-900°C eingebrannt. Nach dem Abkühlen wird das Werkstück noch abgeschliffen und poliert. Das Emailpulver besteht aus Quarz, Ton, Feldspat und Metalloxidfarben. Eingebrannt ist es lichtecht, kratz- und stoßfest sowie resistent gegenüber Säuren und Reinigungsmitteln.

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Lackieren

Lackierungen können eingesetzt werden, um metallische Werkstücke weniger aufwendig als bei der Emaillierung zu färben oder auch um die Oberfläche vor Umwelteinflüssen zu schützen. Im ersten Fall werden die gewünschten Flächen vor der transparenten Lackierung noch mit einem Farbauftrag versehen, der ganz nach Wunsch angemischt werden kann. Anschließend erfolgt die Trocknung im Ofen.

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Patinieren

Das Patinieren ist ein Verfahren, welches seit der Renaissance angewendet wird, um Prägeprodukten wie Münzen und Medaillen ein „antikes Äußeres“ zu verleihen. Dieser Anschein von Alter wird durch chemische Essenzen und eine anschließende Politur erreicht. Meist erhält das so bearbeitete Werkstück anschließend noch eine dünne Lackierung, um die erzielte Optik auf Dauer zu erhalten.

Sandstrahlen

Beim Sandstrahlen wird die Oberfläche der geprägten Erzeugnisse durch einen Strahl aus Druckluft und feinem Sand bearbeitet und nimmt eine matte, leicht schattierte Optik an.

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Einfassen von Edelsteinen

Die Einfassung von Edelsteinen kann ganz nach Kundenwunsch auf nahezu allen Produkten realisiert werden. Die Prägeartikel erhalten dabei eine ganz besondere Optik und werden zu einzigartigen Schmuckstücken. Dabei stehen auf Anfrage fast alle gewünschten Edelsteine zur Wahl, insbesondere natürlich Diamanten (meist transparent), Rubine (rot), Saphire (blau) oder Smaragde (grün). Schon seit je her bilden Edelmetalle und Edelsteine eine faszinierende Verbindung von Schönheit und Glanz.