Neu im Shop: Corona-Medaille 2020

Echte Handwerkskunst

Im Jahr 1868 gegründet wird die 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn GmbH in nunmehr fünfter Generation als Familienbetrieb geführt.

Hergestellt werden nach eigenen und Kundenentwürfen Orden und Abzeichen, Medaillen, Münzen, Ehrenzeichen und Souvenirartikel sowie viele andere Produkte aus Metallen und Edelmetallen.

Gefertigt wird dabei vorwiegend auftragsbezogen in Groß- und Kleinserien, aber auch für den Eigenvertrieb und besondere Anlässe. Bei uns finden Sie Qualitätsprodukte aus Meisterhand: traditionelle Handwerkskunst im Einklang mit modernen Technologien.

Ein Traditionsunternehmen mit wechselvoller Geschichte

Die 1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn GmbH ist eine der ältesten deutschen Prägeanstalten. Sie erlebte Höhen und Tiefen, Wirtschaftswunder und Weltkriege, Diktatur und Demokratie. Nachfolgend haben wir für Sie die wichtigsten Stationen zusammengestellt.

Die Anfänge – Von der Gründung zur Blütezeit (1868 – 1914)

Die Firma "Glaser & Sohn" wurde am 1. Januar 1868 von Moritz Glaser und seinem Sohn Richard Glaser gegründet, wobei erste Arbeiten auf diesem Gebiet bereits seit ca. 1851 ausgeführt wurden. Das als Gürtlerwarengeschäft geführte Unternehmen hatte seinen Sitz in der Borngasse 5 in Alt-Dresden (nahe dem heutigen Pirnaischen Platz).

Die Produktpalette der damaligen Zeit umfasste Gravier-, Präge- und Stanzarbeiten für Massenartikel, ein Emaillier-Atelier und Wappenmalerei, außerdem Studentische Waffen- und Coulerartikel wie leichte Säbel und Florette sowie Ehren-, Vereins- und Festzeichen. „Glaser & Sohn“ stellten damals Medaillen und Plaketten bedeutender Dresdner und auswärtiger Künstler in mitunter erstaunlicher Größe her.

Ab 1896 nahm man auch die Produktion von Orden und Abzeichen auf (z.B. den Albrechtsorden für die Königlich Sächsische Ordenskanzlei, Verdienstorden sowie den Maria-Anna-Orden). Die hohe Qualität der Produkte, Zielstrebigkeit und Fleiß sowie mit Weitsicht getätigte Investitionen in die neusten technischen Lösungen brachten der Firma schnell Erfolge und sowohl national als auch international einen ausgezeichneten Ruf. Zur Betriebsausstattung gehörten unter anderem eine in Deutschland einzigartige automatische Reliefgraviermaschine, eine 180 Tonnen-Friktions- und Kurbelpresse sowie eine Prägemaschine mit einer Höchstleistung von 30 000 Münzen täglich. Vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges war die Zahl der Mitarbeiter auf über 30 angewachsen.

Die Zeit der Weltkriege – Technische Höchstleistungen vor der Zerstörung (1914 – 1945)

Den Ersten Weltkrieg überstand das Unternehmen relativ unbeschadet. Zum 50jährigen Firmenjubiläum 1918 trat Johannes Glaser (Sohn von Richard Glaser) als Teilhaber in die Firma ein, starb aber bereits ein Jahr später an einer Lungenentzündung. So ging die Leitung der Geschäfte 1920 an die Tochter Martha Römer und ihren Mann Richard Römer, der bereits seit 1907 im Unternehmen tätig war. 1924 verstarb Richard Glaser nach langer Krankheit, seine Verdienste um die sächsische Prägekunst wurden landesweit gewürdigt.

Bis zum Zweiten Weltkrieg florierte das Unternehmen und arbeitete sowohl technisch als auch künstlerisch auf höchstem Niveau. Es wurden sogar eigene Maschinen entwickelt und gebaut. 1940 gliederte man Glaser & Sohn in die Leistungsgemeinschaft Deutscher Ordenshersteller ein. 1941 wurde Hans Römer (Sohn von Martha und Richard Römer) zum Mitinhaber der Firma. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens auf Grund von Rohstoffknappheit und Versandsperren zusehends. Diese Zeit wird zum traurigsten Kapital der Firmengeschichte. Bereits 1943 fiel Hans Römer an der Ostfront bei Kamenka. Zum dramatischsten Tiefpunkt kam es aber in der Nacht der Bombardierung Dresdens am 13.Februar 1945: Das Stammhaus auf der Borngasse wurde dabei nahezu vollständig zerstört. Firmenchef Richard Römer fand unter den Trümmern den Tod.

Die Nachkriegszeit – Schwere Jahre des Wiederaufbaus (1945 – 1972)

Die Witwe Martha Römer begann bereits 1945 mit Hilfe ihrer Tochter Margarete Exner und deren Ehemann Günther Exner den Wiederaufbau des Unternehmens. Leider konnte das zu dieser Zeit schon über 50.000 Prägewerkzeuge umfassende Stanzenlager nicht gerettet werden. Zahllose unschätzbare Werte und wichtige Zeugnisse der erfolgreichen Firmengeschichte gingen so verloren. Das verbliebene, noch verwendbare Material und Werkzeuge wurden aus den Trümmern geborgen, beschädigte Maschinen und Einrichtungen nach Möglichkeit wieder aufgebaut. So konnte der Betrieb, erst auf der Schützenhofstraße 38 und ab 1949 auf der Österreicher Straße 61 in Dresden-Laubegast wieder aufgenommen werden.

Nach dem Tod von Martha Römer im Jahre 1952 ging die Firmenleitung dann an Margarete und Günther Exner über, welche die Geschäfte in nunmehr 4. Generation mit großem persönlichen Einsatz weiterführten. Die enormen Schwierigkeiten des Wiederaufbaus konnten so zunächst gemeistert werden. Allerdings deuteten sich erneut tiefgreifende Veränderungen für das traditionsreiche Familienunternehmen an, die vor allem den politischen Gegebenheiten zuzuschreiben waren. Dennoch konnte man 1968 noch als eigenständiges Unternehmen das 100jährige Jubiläum feiern.

DDR – Verstaatlichung und Knappheit (1972 – 1989)

Die lange erfolgreich verteidigte Eigenständigkeit fiel 1972 der Zwangsverstaatlichung zum „VEB Dresdner Medaillenmünze“ zum Opfer. Die Bezeichnung „Glaser & Sohn“ musste aus dem Firmennamen gestrichen werden. Auf Grund seiner spezifischen Qualifikationen kam glücklicherweise nur Ralf Exner, der Sohn der bisherigen Inhaber, für die Betriebsleitung in Frage und konnte so trotz vieler Probleme den Einfluss der Familie auf die Firmengeschicke erhalten.

Nach der Rohstoffknappheit der Kriegsjahre wurde der Einsatz hochwertiger Materialien in der DDR-Zeit nun durch Beschränkungen von staatlicher Seite erschwert. Vor allem Edelmetalle konnten immer seltener eingesetzt werden. Mit fachlichem Know how, viel Kreativität und jeder Menge Erfindergeist wurden zahlreiche Herstellungsverfahren und auch Anlagegüter aber quasi „ersetzt“ und mit den begrenzten Mitteln einiges erreicht. Trotz dieser vielen Schwierigkeiten entstanden etliche gut gestaltete Medaillen, außerdem Plaketten, Abzeichen, Souvenirs, Schilder und andere Kleinprägteile. Der Betrieb wuchs zum drittgrößten Metallprägebetrieb der DDR mit zeitweise bis zu 40 Mitarbeitern.

Die Gegenwart – Neue Chancen in der Marktwirtschaft (seit 1989)

Mit der Maueröffnung und Wiedervereinigung Deutschlands in den Jahren 1989/90 eröffneten sich dem Unternehmen völlig neue Perspektiven. 1990 wurde der Betrieb auf Antrag von Margarete Exner reprivatisiert und erhielt seinen ursprünglichen Namen „1. Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn“. Ralf Exner wurde als Geschäftsführer der GmbH eingesetzt. In den darauffolgenden Jahren sah sich das Unternehmen jedoch mit einer Vielzahl neuer Schwierigkeiten konfrontiert. Viele der langjährigen Kunden und Auftraggeber gingen mit der Wende verloren, die Mitarbeiterzahl musste deutlich reduziert werden. Außerdem kam es zu einem hohen Wettbewerbsdruck durch eine Vielzahl konkurrierender Unternehmen, besonders auch aus den ostasiatischen Niedriglohnländern.

Doch Ralf Exner schaffte mit großer Einsatzbereitschaft und persönlichem Verzicht Beziehungen sowohl zu den alten Bundesländern wie auch dem Ausland und gewann so einen neuen Kundenkreis, der schnell von der hohen Qualität der Produkte überzeugt war. Auch in Sachsen vertrauten wieder immer mehr Firmen und Institutionen auf den hier ansässigen Betrieb. Zahlreiche attraktive Aufträge wie z.B. der des Sächsischen Verdienstordens zeugen vom ausgezeichneten Ruf und Leistungsniveau. Das Unternehmen ist unter der Leitung von Ralf Exner heute erneut zu einer festen Größe seiner Branche aufgestiegen.

Die Werke sind nicht nur bei Sammlern beliebt, sondern werden immer wieder auch in Museen wie zum Beispiel den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (Münzkabinett) aufgenommen. Mehrere Ehrungen und Preise wie der Deutsche Medailleurspreis und der Große Preis der Stadt Suhl zeugen vom handwerklichen und künstlerischen Leistungsvermögen der Dresdner Medaillenmünze. 2018 konnte die Firma mit Sitz und Produktionsstätte nach wie vor in Dresden ihr 150jähriges Jubiläum begehen.

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