Echte Handwerkskunst

Fertigung

Unser Leistungsspektrum umfasst die überwiegend auftragsbezogene Fertigung folgender Metallprägeartikel:

  • Orden & Ehrenzeichen
  • Medaillen
  • Abzeichen, Ehrennadeln & Pins
  • verschiedene Souvenirartikel sowie
  • zahlreiche artverwandte Erzeugnisse

Nachfolgend möchten wir Ihnen die verschiedenen Stufen der Fertigung unserer handwerklichen Erzeugnisse auf höchstem Qualitätsniveau näherbringen. Von der geeigneten Produktauswahl bedarf es bis zum fertigen Endprodukt, z.B. dem Orden, der Medaille oder dem Abzeichen, zahlreicher wesentlicher Entscheidungen und Arbeitsschritte. Gern stehen wir Ihnen für Ihre individuellen Anfrage zur Verfügung.

Produktauswahl

Im ersten Schritt des Auftragsprozesses entscheiden unsere Kunden, welches Produkt sie für ihre Zwecke benötigen.

Ob Medaille für eine Veranstaltung, ein Jubiläum oder den numismatischen Verein, ob Ehrennadel oder Auszeichnung für besondere Leistungen, ob Sammlerstück in Edelmetall oder hochwertiger Orden: die Form und die Funktion bedingen den weiteren Werdegang, die Komplexität des Auftrages und auch die Kosten.

Wir beraten Sie gern und empfehlen Ihnen geeignete Varianten für Ihren Einsatzzweck. Dafür stehen Ihnen neben unseren Erfahrungswerten auch z.B. zahlreiche Schnittwerkzeuge zur Verfügung, die zum Vorschnitt der gewählten Formen und Größen dienen.

Materialauswahl

Für unsere Produkte verwenden wir hochwertiges Material. Unser nachfolgendes kleines Lexikon gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über die Arten von Metallen, die für Prägeartikel Verwendung finden können:

Edelmetalle

...sind schwach reaktive Schwermetalle, die an der Luft kaum oder gar nicht oxidieren. Ihre Dichte ist höher als 9,5 g/cm³. Bei den Edelmetallen muss laut dem deutschen Gesetz über den Feingehalt (FeingehG) der Anteil des reinen Edelmetalls in Tausendstel auf dem Werkstück gestempelt (bzw. punziert) sein (z.B. 999 für Feingold, wobei hier nur 1/1000 Teile andere Metalle enthalten sein dürfen).

Gold

...ist ein chemisches Element mit dem Kürzel „Au“ (lateinisch: Aurum). Dieses Edelmetall ist seit der Antike das wichtigste Münzmetall und auch heute noch besonders wertvoll. Es wird auch in Legierungen mit Silber (Grüngold), Kupfer (Rotgold), Kupfer und Silber (Gelbgold) sowie Nickel, Neusilber oder Palladium (Weißgold) eingesetzt. Auf jedem Werkstück muss jeweils der entsprechende Feingehalt gestempelt (punziert) sein, bei Gold sind dies üblicherweise 999 (24karätiges Feingold), 750 (18karätig), 585 (14karätig) oder 333 (8krätig).

Silber

...ist ein chemisches Element mit dem Kürzel „Ag“ (lateinisch: Argentum). Es ist ein wichtiges und sehr altes Münzmetall und wird auch in der modernen Medaillenprägung häufig eingesetzt. Die heute gebräuchlichsten Silberlegierungen besitzen einen Feingehalt von 835/1000 und 925/1000 Teilen Silber, letzteres wird auch „Sterlingsilber“ genannt. Die entsprechenden Werte sind jeweils durch einen Stempel (sog. Punze) auf den Werkstücken vermerkt. Vergoldetes Silber nennt man Vermeil.

Platin

...ist ein chemisches Element mit dem Symbol „Pt“ (lateinisch: Platinum). Es ist ein silbern glänzendes, weiches Metall, welches sich für Präge- und Schmiedearbeiten eignet. Auf Grund des Materialwertes sind daraus hergestellte Produkte relativ teuer. Werkstücke aus Platin haben meist einen Feingehalt von 950/1000 Teilen.

Kupfer

...ist ein chemisches Element mit dem Kürzel „Cu“ (lateinisch: Cuprum). Es ist ein wichtiges, relativ günstiges und weit verbreitetes Metall für Prägearbeiten. Kupfer ist auf Grund seiner nützlichen Eigenschaften außerdem Bestandteil zahlreicher Legierungen wie z.B. Messing, Bronze oder Neusilber. Obwohl es im chemischen Sinn ein Edelmetall ist, wird es traditionell meist nicht dazu gezählt.

Zinn

...ist ein chemisches Element mit dem Symbol „Sn“ (lateinisch: Stannum). Es ist ein sehr weiches, silberweiß glänzendes Schwermetall. Es eignet sich gut für Prägungen, ist allerdings recht kratzempfindlich.

Aluminium

...ist ein chemisches Element mit dem Symbol „Al“ (lateinisch: Alumen) und gehört zu einer Gruppe von Elementen, die früher auch als Erdmetalle bezeichnet wurden. Es ist ein sehr weiches Metall mit einer silbergrauen, etwas stumpfen Optik. Dieses Leichtmetall ist relativ günstig, wird aber heute eher selten für Prägeartikel verwendet.

Bronze

...ist eine unmagnetische, besonders harte Legierung, die aus Kupfer und Zinn besteht. Der Kupferanteil beträgt dabei ca. 80-90 %. Besonders in der Antike wurde es sehr häufig zur Münzprägung eingesetzt. Der lateinische Name Brundisium stammt aus dieser Zeit und ist auf die süditalienische Stadt Brindisi zurückzuführen, einer Hochburg der damaligen Bronzeverarbeitung und des Bronzehandels.

Messing

...ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Je nach Mischverhältnis variiert die Farbigkeit von hellgelb (goldähnlich) bis goldorange (bei einem hohen Kupferanteil). Es ist etwas härter als reines Kupfer, aber nicht so hart wie Bronze, welches aus Kupfer und Zinn besteht. Üblicherweise enthält Messing mindestens 50% Kupfer, da es sonst spröde wird und schlechter zu verarbeiten ist. Sorten mit mehr als 70% Kupfer werden auch als Tombak bezeichnet.

Neusilber

...ist eine Legierung, die aus Kupfer, Nickel und Zink besteht und entgegen ihrem Namen kein Silber enthält. Diese Legierung ist sehr gebräuchlich und für Prägeartikel sehr gut geeignet. Unter anderem wurde Neusilber für zahlreiche Münzen der DDR verwendet. Die Optik ist silberweiß glänzend.

Idee und Skizze

Nach der Materialauswahl geht es nun darum, die konkrete Umsetzungsidee in die richtige Form zu bringen. Beim Entwurf des geplanten Produktes stehen wir Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.

Viele Kunden haben bereits konkrete Vorstellungen vom Produkt und können Entwürfe für die Gravur liefern. Mitunter müssen diese noch auf die Gegebenheiten der Stahlreliefgravur angepasst werden.

Wir arbeiten seit vielen Jahren auch mit bekannten Künstlern zusammen, deren Entwürfe durch uns in die Gravur umgesetzt werden. Dazu gehören z.B.:

Aber auch der Firmeninhaber Ralf Exner selbst überzeugt immer wieder mit herausragenden eigenen Produktionen.

Behalten Sie bei Ihren Ideen immer im Hinterkopf: die Umsetzung der Medaille, des Ordens oder Abzeichens ist stets deutlich kleiner als eine fein ausgearbeitete Zeichnung auf Größe eines DIN A4 Blattes. Der Graveur muss den Entwurf "en miniature" und zudem spiegelverkehrt in den Stempel einarbeiten können: eine außergewöhnliche künstlerische Herausforderung. Hinzu kommt, dass die Idee dann noch dreidimensional herausgearbeitet werden muss, um die volle Wirkung zu entfalten. Zwar übernehmen die Umsetzung heute oft schon Maschinen bzw. Computer. Aber auch ein Laie erkennt bei genauem Hinsehen, dass nur die echte Handarbeit einen Entwurf "zum Leben erwecken" kann.

Gravur

Das Gravieren gehört im weitesten Sinn zu den ältesten menschlichen Tätigkeiten. Schon frühzeitig entwickelte der Mensch darin erstaunliche handwerkliche und künstlerische Fähigkeiten, wie Höhlenzeichnungen oder Knochenfunde mit Jagddarstellungen eindrucksvoll belegen. Mit den ihm zur Verfügung stehenden Werkzeugen (z.B. Feuersteinen oder Knochensplittern) schaffte er mit diesen ersten Gravierungen dauerhafte Nachweise der kulturgeschichtlichen Entwicklung. Die Herstellung von Stempeln für die Münzen- und Medaillenprägung ist über Jahrtausende eine besondere Herausforderung der Gravierkunst gewesen. Sie bot erstmalig die Möglichkeit, Dinge in gleichbleibender Qualität zu vervielfältigen.

Heute werden diese handwerklich-künstlerischen Arbeiten oft von Maschinen und Computern verdrängt. Bei uns erhalten Sie noch Produkte, die individuell von Hand gefertigt werden. Während Schriften und Zahlen nach Vorlage maschinell eingraviert werden, wird das Motiv selbst in meisterhafter Handwerkskunst von Hand in den Stempel gearbeitet. Dazu werden eine Vielzahl verschiedener Meißel und Stichel verwendet.

Die Herausforderung für den Graveur besteht darin, das Motiv sehr nah an der Vorlage, aber viel kleiner und dazu noch seitenverkehrt auf den Prägestempel aufzubringen. Nach Fertigstellung des Motivs werden die Stempel, je einer für die Vorderseite (Avers) und Rückseite (Revers), im Brennofen bei sehr hohen Temperaturen gehärtet und damit dauerhaft haltbar gemacht. Diese Prägestempel können dann in die Prägemaschinen eingespannt und für eine hohe Zahl von Medaillen verwendet werden.

Prägung

Die fertigen und gehärteten Prägestempel können nun für die Prägung der jeweiligen Medaillen, Orden oder Abzeichen verwendet werden.

Zunächst müssen dafür die vorgeschnittenen Ronden bereitgestellt werden. Wenn es sich um eine Fomr handelt, die in unserem Haus verfügbar ist, muss kein extra Schnittwerkzeug hergestellt werden. Außergewöhnliche Formen bedürfen einer gesonderten Kalkulation für ein Werkzeug zum Vorschnitt des Materials.

Die vorgeschnittenen Ronden bzw. Stanzteile werden dann in die Maschine eingelegt, in der oben und unten die jeweiligen Stempelwerkzeuge eingespannt worden sind. Mit einem Druck von ca. 120 bis 160 Tonnen werden die Werkstücke nun in Form gebracht. Mitunter ist eine zweite Prägung notwendig, wenn das Motiv sehr komplex bzw. stark reliefiert ist oder ein sehr hartes Material verwendet wird.

Die Prägestempel können bei Bedarf für weitere Auflagen verwendet werden, wenn der Kunde nachbestellen möchte. Auf Wunsch kann das Werkzeug dazu bei uns eingelagert werden.

Verarbeitung / Veredelung

Unsere Produkte werden überwiegend von Hand graviert und danach auf modernen und leistungsfähigen Maschinen geprägt. Anschließend können die Produkte je nach Auftrag und Kundenwunsch von unseren spezialisierten Fachkräften veredelt und weiterverarbeitet werden (z.B. Löt- und Montagearbeiten oder Polierung).

Zu den Techniken der Veredelung zählen:

Vergolden

Bei der galvanischen Kontaktvergoldung wird das mit einem Aluminiumdraht umwickelte zu vergoldende Stück in eine heiße Lösung von Goldcyanid gehängt. Es entwickelt sich ein galvanischer Strom, durch den sich das Gold auf dem eingehängten Stück niederschlägt. Die Feuervergoldung ist eine sehr haltbare, aber relativ teure Methode, die unter Verwendung von Goldamalgam (Blattgold und Quecksilber) vorgenommen wird. Durch Erhitzen des auf dem zu vergoldenden Stück verriebenen Amalgam verdampft das Quecksilber. Weiterhin kann das Vergolden auch durch Elektrolyse in einer Goldlösung erfolgen. Einfaches Unterscheidungsmerkmal zu Werkstücken aus echtem Gold ist der hier fehlende Stempel (Punze) mit der Angabe des Feingehalts (z.B. 999 oder 750).

Versilbern

Das Versilbern von Medaillen und Prägeartikeln erfolgt ähnlich dem Verfahren des Vergoldens: Bei der Feuerversilberung verwendet man Feinsilberblech, bei der Kontaktversilberung Kaliumsilbercyanid und bei der Elektrolyse Silbersalzlösungen. Ebenso wie bei der Vergoldung darf der Feingehalt der Silberauflage nicht punziert werden.

Emaillieren

Durch Emaillierung können Orden, Medaillen und Abzeichen mit verschiedenen Farben verziert werden. Das Verfahren war besonders in der Zeit der Spätrenaissance und im Frühbarock beliebt. Auch heute wird es für hochwertige Stücke angewendet. Per Handarbeit wird eine Mischung aus Wasser und Farbpartikeln aufgetragen und in einem Brennofen bei 800-900°C eingebrannt. Nach dem Abkühlen wird das Werkstück noch abgeschliffen und poliert. Das Emailpulver besteht aus Quarz, Ton, Feldspat und Metalloxidfarben. Eingebrannt ist es lichtecht, kratz- und stoßfest sowie resistent gegenüber Säuren und Reinigungsmitteln.

Lackieren

Lackierungen können eingesetzt werden, um metallische Werkstücke weniger aufwendig als bei der Emaillierung zu färben oder auch um die Oberfläche vor Umwelteinflüssen zu schützen. Im ersten Fall werden die gewünschten Flächen vor der transparenten Lackierung noch mit einem Farbauftrag versehen, der ganz nach Wunsch angemischt werden kann. Anschließend erfolgt die Trocknung im Ofen.

Patinieren

Das Patinieren ist ein Verfahren, welches seit der Renaissance angewendet wird, um Prägeprodukten wie Münzen und Medaillen ein „antikes Äußeres“ zu verleihen. Dieser Anschein von Alter wird durch chemische Essenzen und eine anschließende Politur erreicht. Meist erhält das so bearbeitete Werkstück anschließend noch eine dünne Lackierung, um die erzielte Optik auf Dauer zu erhalten.

Sandstrahlen

Beim Sandstrahlen wird die Oberfläche der geprägten Erzeugnisse durch einen Strahl aus Druckluft und feinem Sand bearbeitet und nimmt eine matte, leicht schattierte Optik an.

Einfassen von Edelsteinen

Die Einfassung von Edelsteinen kann ganz nach Kundenwunsch auf nahezu allen Produkten realisiert werden. Die Prägeartikel erhalten dabei eine ganz besondere Optik und werden zu einzigartigen Schmuckstücken. Dabei stehen auf Anfrage fast alle gewünschten Edelsteine zur Wahl, insbesondere natürlich Diamanten (meist transparent), Rubine (rot), Saphire (blau) oder Smaragde (grün). Schon seit je her bilden Edelmetalle und Edelsteine eine faszinierende Verbindung von Schönheit und Glanz.

Verpackung

Zu unseren Produkten erhalten Sie auf Wunsch attraktive Verpackungen in unterschiedlichen Varianten und Preislagen.

Wir bieten Ihnen:

  • Etuis in verschiedensten Ausführungen,
  • repräsentative Aufsteller und hochwertige Präsentationskarten,
  • Schmuckbeutel aus Wildleder, Velours oder Samt,
  • Klarsicht-Münzdosen sowie
  • PVC-Druckverschlussbeutel

Die Verpackungen können zum Teil bedruckt bzw. individuell gestaltet werden. Wir beraten Sie gern zu den entsprechenden Alternativen und setzen Ihre Wünsche um.

Ebenso bieten wir Ihnen das Design und die Herstellung von Medaillenpässen und begleitenden Drucksachen an.

 

Datenschutz

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